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Donnerstag, 23.11.2017 (47.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
Regionalnachrichten
Erste Lichtensteiner Bücherschau

Erste Lichtensteiner BücherschauLichtenstein - Das Daetz-Centrum in Lichtenstein war am 7. Oktober Ort für eine Veranstaltung, die es hier so noch nicht gegeben hat, die erste Lichtensteiner Bücherschau. Alle, die sich für Literatur interessieren, durften nicht nur an den verschiedenen Ständen zwischen den Verlagsangeboten stöbern, sondern bekamen zudem die Gelegenheit, zahlreiche Autoren kennenzulernen. Die signierten selbstverständlich ihre Bücher, wie hier Regina Röhner, von der nicht nur verschiedene Koch- und Backbücher stammen. Schriftstellerisch widmete sie sich unter anderem historischen Begebenheiten - der sächsische Prinzenraub gehört dazu oder die Geschichten vom Hexenwahn in Sachsen. Die erste Lichtensteiner Bücherschau bot den Literatur-Interessierten die Möglichkeit, den Autoren zu lauschen. Von morgens bis in den späten Abend wurde gelesen. Großer Andrang herrschte unter anderem bei Luci van Org, die im Veranstaltungssaal das kleine Familienbuch der nordischen Sagen vorstellte. Wer sich nicht so sehr für Literatur interessiert, kennt sie vielleicht trotzdem. Mit der Band Lucilectric und dem Song "Mädchen" landete sie 1994 einen großen Hit. Musikalisch unterwegs war und ist Luci van Org noch mit einigen anderen Projekten. Nicht unbekannt in der Region ist Michael Sonntag, der sich gothic-düster im Keller dem "Es war einmal..." widmete. Im Umland von Chemnitz gibt es eine Menge Autoren. Bislang nur Kurzgeschichten veröffentlicht hat der Hohenstein-Ernstthaler Matthias Ramtke, eine davon in "Helden...gibt es nur im Märchen". Ein eigenes Buch ist in Arbeit. Bedient wurden außerdem Leser, die sich für die Helden im Weltall interessieren. Einen besang der imaginäre Astronaut Peter Ghost. Krimi-Geschichten schreibt Mario Schubert. Einige wurden bereits in Sammlungen verschiedener tödlicher Anleitungen veröffentlicht. Sein Chef, Lichtensteins Bürgermeister Thomas Nordheim, interessierte sich für die Giftmorde. Neben den Geschichten für die Erwachsenen präsentierte man auch viele für Kinder - auf der Kinder-Leseinsel. Mittendrin Melissa, Hofdame der Lichtensteiner Rosenprinzessin, die sich ausführlich über selbstgebastelte Leseratten und Bücherwürmer informierte. Das Zeitsprungland fehlte ebenso nicht. Das lud dazu ein, Sehenswürdigkeiten der Region mit einer 360-Grad-Brille zu erkunden.