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Hohenstein-Ernstthal - Auf dem Sachsenring wurde am 19. März die Rallyesaison eröffnet – zum 1. Mal mit einem ganz besonderen Event für die Auto-Motorsportfans – nämlich mit einer Rallye-Show. Rund 30 Rallyeteams präsentierten sich und ihre Fahrzeuge auf dem Gelände des Verkehrssicherheitszentrums. Eine Prämiere, die tausende rennsportbegeisterte Besucher aus nah und fern anzog. Bereits am Abend zuvor fand in der Eventhalle eine Präsentation von verschiedenen Sachsen-Thüringen Teams statt, für die die neue Saison anders verlaufen wird, als sie sich das vor der langen Winterpause vorgestellt hatten. Schuld ist der neue DRM-Kalender. So finden diesmal keine DRM-Läufe in Sachsen und Thüringen statt. Einige Teams haben sich deshalb entschlossen, nicht an der Meisterschaft teilzunehmen, jedoch die Rallyes zu fahren, die aus ihrer Sicht Bestandteil der Deutschen Rallye-Meisterschaft sein sollten. Zum Pflichtprogramm von Peter Corazza und Copilot Ronald Bauer gehört die Wikinger-Rallye in Schleswig. Eins der starken Fahrzeuge, einen Porsche 911 GT3, fährt in diesem Jahr Ruben Zeltner. Als Copilot werden sich diesmal seine Frau Petra und Helmar Hinneberg abwechseln. Und, wie hat sich Ruben Zeltner auf die neue Rallye-Saison vorbereitet. Ähnlich verlief die Vorbereitung bei Peter Corazza. Unterschiedlich scheint der Ehrgeiz zu sein, mit dem beide Piloten in die neue Rallye-Saison starten. Neben den zwei „alten Hasen“ präsentierte sich unter anderem auch Felix Herbold vom Zwickauer Robot-Racing Team, der mit einem Ford Fiesta S 2000 die Saison 2011 bestreiten wird. Nachdem der 26jährige 2010 Deutscher Meister in der Division 2 wurde und bei der Deutschen Rallye-Meisterschaft Platz 5 belegte, nahm er in diesem Jahr die Herausforderung Division1 an und wird zudem internationale Rallye-Luft schnuppern. Selbstverständlich hat sich Felix Herbold auch für die Saison 2011 gut vorbereitet. |
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Limbach-Oberfrohna - Dicht gedrängt suchten am 18. März zahlreiche Bürger aus Limbach-Oberfrohna unter dem Gartenpavillon Schutz vor dem Regen. Sie hatten sich auf dem Rathaushof versammelt, um feierlich die Gedenksäule zu enthüllen, die an die friedliche Revolution im Herbst 1989 erinnern soll. Viele der Anwesenden waren damals dabei. Ihre Forderungen und Losungen verewigte der Bildhauer Uwe Reimann im Sandstein. Um die Wortlaute genau zu erfassen, ist es notwendig, um die Stele herumzugehen.
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Mittweida - Hinter diesen Mauern war vor 141 Jahren einer der weltweit meist gelesenen deutschen Autoren eingekerkert – Karl May – er saß hier, im ehemaligen Gefängnis Mittweida, zwar nur einige Tage, denn von hier ging es für ihn für vier Jahre ins Zuchthaus Waldheim, doch diese wenigen Tage reichten den Studenten der Hochschule Mittweida, um ein besonderes Projekt zu initiieren. „Karl May - gefangene Visionen“ - die weltweit längste Dauerlesung, mit der ein Kulturweltrekord aufgestellt werden soll. Am 14. März begann das große Lesen – in der Original-Karl-May-Gefängniszelle, die in eine Lesestube verwandelt wurde. Eine weitere Gefängniszelle dient den Leseakteuren dazu, sich auf ihren Auftritt vorzubereiten, denn der Lesemarathon, für den die Studenten 88 Karl-May-Werke in digitaler Form beschafft hatten, wird live im Internet übertragen. Bis zum 3. Mai soll gelesen werden - Tag und Nacht – 20 Minuten pro Teilnehmer, unter denen viele Prominente sind und selbstverständlich auch zahlreiche Vertreter aus der Karl-May-Geburtsstadt Hohenstein-Ernstthal. Neben Schülern und Mitgliedern der unterschiedlichsten Vereine auch Mitarbeiter der Hohenstein-Ernstthaler-Stadtverwaltung. Die gingen am 21. März in der Gefängniszelle ein und aus und haben so mitgeholfen, dem Sohn ihrer Stadt ein weiteres Denkmal zu setzen. |
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D - Dieses Wochenende ist es wieder soweit – in der Nacht von Samstag zu Sonntag wird die Zeit eine Stunde vorgestellt. Über Sinn und Unsinn dieser in vielen Ländern Europas üblichen Maßnahme wird in jüngerer Vergangenheit wieder öfter diskutiert. Die ursprünglich damit beabsichtigte Energieeinsparung durch bessere Ausnutzung von Tageslicht ist mehr als fraglich. Was sich allerdings mittlerweile auch wissenschaftlich bestätigt hat ist, dass ein Großteil der Bevölkerung empfindlich in Ihrem Biorhythmus gestört wird, was sogar über Wochen oder Monate hinweg anhalten kann. |
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Rochsburg - Am Sonntag, dem 13. März, wurde am Nachmittag im Museum auf Schloss Rochsburg ein Theaterstündchen abgehalten. Schauspielerin Ines Kramer und Pianistin Herma Otto aus dem Ensemble des Mittelsächsischen Theaters interpretierten einige bekannte Lieder aus Deutschland und dem Ausland neu und unterhielten mit so manch humoristischem Gedicht. Das Programm wurde kurzfristig aufgrund eines Krankheitsfalles geändert. Ursprünglich war ein Erich-Kästner-Programm geplant. Die Zuschauer jedoch hatten mit dem alternativ entwickelten Programm sichtlich ihre Freude.
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Penig - Seit nun mehr drei Jahren befindet sich auf der A72 Richtung Leipzig der zweite Bauabschnitt hinter der Anschlussstelle Niederfrohna im Bau. Zum Baustellenbesuch und der damit verbundenen Rohbau-Fertigstellung der Muldebrücke fand sich der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok am 16. März in Penig ein. Der gesamte Bauabschnitt umfasst 12,2 Kilometer, wobei zwei Bauunternehmen parallel an der Fertigung arbeiten. Zwei Anschlussstellen - Penig und Rochlitz - sind auf dem Abschnitt, der insgesamt 112 Millionen Euro kostet, vorgesehen. Da sehr wenig landwirtschaftliche Fläche verbraucht werden sollte, wurde zu Teilen die alte Bundesstraße 95 und ehemalige Eisenbahnlinien überbaut. Bereits bis zum Rohbau abgeschlossen ist die Muldebrücke, welche mit 710 Meter Länge die zweitlängste Autobahnbrücke Sachsens ist und 33 Meter über das Tal der Zwickauer Mulde führt. Die Betonierung einiger Teilabschnitte ist bereits für kommenden Mai angesetzt. Der gesamte zweite Bauabschnitt soll aller Voraussicht nach im vierten Quartal 2011 eröffnet werden. |
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Lichtenstein - Die Volleyball-Damen der SSV Fortschritt Lichtenstein empfingen am 12. März zu ihrem vorletzten Regionalliga-Heimspiel den Tabellenzweiten SV Lok Engelsdorf. Für beide Teams war es ein wichtiges Spiel. Engelsdorf musste gewinnen, um im Kampf um den Vizemeistertitel den Verfolger Erfurt auf Abstand zu halten. Lichtenstein, auf Tabellen-Platz 6 stehend - allerdings punktgleich mit den 3 nachfolgenden Teams - brauchte einen Sieg, um die Position zu sichern und Abstand zu den Abstiegsplätzen zu halten. Engelsdorf, schon im Vorfeld als Favorit gehandelt, ging selbstbewusst ins Match. Die Gastgeberinnen hatten dagegen Mühe ins Spiel zu kommen und mussten so den 1. Satz mit einem deutlichen 14 zu 25 an die Gäste abgeben. Im 2. Satz wandelte sich das Blatt, nun dominierten die SSV-Damen, sie setzten die Gäste unter Druck, die, scheinbar überrascht davon, aus dem Konzept gerieten und den Satz 16 zu 25 verloren. Auch im nachfolgenden Satz hielten die Lichtensteinerinnen die Lok-Damen in Schach und gewannen 25:22. Im vierten Durchgang nahm Engelsdorf wieder das Spiel in die Hand und gewann den Satz mit einem klaren 25 zu 13. Im Tiebreak ging es auf beiden Seiten bergauf- und ab. Engelsdorf hatte am Ende die besseren Nerven und gewann 15 zu 11. Trotz der Niederlage steht Lichtenstein weiter auf Platz 6, denn die 3 nachfolgenden punktgleichen Teams verloren an dem Wochenende auch allesamt. |
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Limbach-Oberfrohna - Hohen Besuch konnte am 11. März das Kinder- und Jugendheim Limbach-Oberfrohna begrüßen - nämlich die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Christine Clauß. Sie folgte einer Einladung des Fördervereins „Start ins Leben“, dem Träger der Einrichtung, der mit vielen weiteren Gästen - Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft sowie Förderer – die Eröffnung des frisch sanierten Kinder- und Jugendheimes feierte. Die Sanierungs- und Umbauarbeiten wurden, nach 7 Monaten Bauzeit, bereits im Dezember abgeschlossen und im Januar nahmen die Kinder und Jugendlichen ihr „neues Haus“ wieder in Besitz. Auch die Fassade und das Dach wurden erneuert. Der Förderverein „Start ins Leben“ nahm einen Kredit von über 730.000 Euro auf, um die Sanierung und den Umbau zu finanzieren. Zudem gab es viele Spenden, die für die Neuanschaffung von Möbeln Verwendung fanden. Die Staatsministerin Christine Clauß würdigte das Engagement des Fördervereins. Andere Gäste schlossen sich in ihren Grußworten der Ministerin an. Eine besondere Anerkennung erhielt der Förderverein von den in Limbach-Oberfrohna gekürten Unternehmern des Jahres 2010. Der Familienbetrieb „Motoren Frech“ spendete das 2000 Euro-Preisgeld an das Kinder- und Jugendheim. Uta Griebner vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen, bei dem der Förderverein „Start ins Leben“ seit 1995 Mitglied ist, überreichte einen Scheck der Glücksspirale in Höhe von 7000 Euro. Auch wenn die Sanierung abgeschlossen ist, so wird es im Kinder- und Jugendheim Limbach-Oberfrohna noch mancherlei Wandlung geben. Beeindruckt vom sanierten Haus, sind nicht nur die heutigen Bewohner. Auch die ehemalige Bewohnerin Tosca Lindner zeigte sich gerührt. |
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Oelsnitz - „Ich bin Bergmann, wer ist mehr?“ lautet der Titel der neuen Biografie von Hannelore Graff-Hennecke über ihren Vater Adolf Hennecke. Vorgestellt hat die 70-Jährige das Buch im voll besetzten Saal des Bergbaumuseums Oelsnitz. Etwa 170 Besucher darunter auch zahlreiche ehemalige Bergmänner hörten, wie sie versuchte, mit den zahlreichen Vorurteilen und Legenden aufzuräumen. 1948 schaffte ihr Vater im Karl-Liebknecht-Schacht, dem heutigen Museum, in einer Sonderschicht eine Arbeitsnorm von 387 Prozent. Adolf Hennecke galt seither einerseits als Normbrecher als auch als Vorbild. Das war auch an den Publikumsreaktionen zu spüren. Zwei Jahre nach der legendären Schicht verließ der Bergmann Oelsnitz und wechselte nach Berlin ins Ministerium für Kohle und Energie. 1949 erhielt Hennecke den mit 100.000 Mark dotierten Nationalpreis. Seine Tochter erklärte zur Buchlesung, ihr Vater sei sehr großzügig gewesen und hätte eine große Summe davon gespendet. Sie sprach aber auch die andere Seite der Medaille an, die Morddrohungen, die Beschimpfungen. Die ehemalige Lehrerin hat bei ihren Ausführungen keine Partei ergriffen. Mit wertfreier Distanz erklärte sie, dass Adolf Hennecke eine Person der Zeitgeschichte sei und auch so behandelt werden sollte. Die Biografie kann man für 19,95 im Museumsshop des Bergbaumuseums ab sofort erwerben. |
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