Advertisement
Samstag, 22.09.2018 (38.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
"Drauf geschissen"

Christian BretschneiderLichtenstein - "Drauf geschissen" hatte er nicht, als er die über 100 Neugierigen zum öffentlichen Stuhlgang begrüßte. Der Nachttopf war Halter für die vielen Zettel mit den Geschichten rund um kleine und große Geschäfte. Sonst ist Christian Bretschneider mit seinem Nachtwächtergewand in Lichtenstein unterwegs, am 7. Juli wählte er die Bettuniform. Zu dem Rundgang kamen mehr Interessierte als Christian Bretschneider und die anderen Mitglieder des Vereins für Geschichte dachten. Was die Zuhörer als erstes erfuhren: dass der Mensch rund 3 Jahre seines Lebens auf dem Klo verbringt.  An Einschlafen dachte bei dem öffentlichen Stuhlgang niemand, denn wenn es um Tabu-Themen geht, ist jeder hellwach. Christian Bretschneider führte die Zuhörer um und über das Lichtensteiner Palais- und Schlossgelände. An vielerlei Stellen halt machend, um in die Geschichte der menschlichen Toilettenkultur einzutauchen. Wasserspülung gab es schon vor mehreren tausend Jahren im heutigen Irak. Nicht zu vergessen, die alten Griechen. Die Römer hatten unter anderem öffentliche Latrinen - gut geeignet, kleine und große Geschäfte zu machen. Man erfuhr vom Christian Bretschneider ebenfalls, welche Rückschritte es bei der menschlichen Toilettenkultur gab, man denke nur an die unhygienischen Zustände im Mittelalter. Modernere Toiletten gab es auf jeden Fall später im Schloss Lichtenstein und die sorgten am 24. Januar 1940 für Furore...