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Mittwoch, 01.04.2020 (13.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
Regionalnachrichten
Corona - die Entwicklung in der Region

ImageNicht täglich, sondern stündlich überschlagen sich die Nachrichten zum Thema Corona-Virus. Wie ernst die Lage ist, wurde in der Region spätestens klar, nachdem die Stadt Chemnitz am 13. März bekanntgab, dass sie alle öffentlichen städtischen Einrichtungen schließt, Vereine mit eigenen Sporthallen aufforderte, den Trainings- und Spielbetrieb auszusetzen und Eltern bat, sich auf die Schließung von Kindertagesstätten, Schulen und Horten vorzubereiten. Ebenso am 13. März informierte Limbach-Oberfrohna, dass die Stadt als Vorsichtsmaßnahme wegen des Corona Virus öffentliche Einrichtungen schließt, darunter das LIMBOmar, die Bibliothek, das Esche-Museum und Schloss Wolkenburg. Alle bis Ende April geplanten eigenen Veranstaltungen wurden bis auf weiteres verschoben. Die Gemeinde Niederfrohna gab am gleichen Tag bekannt, dass alle öffentlichen Spielplätze gesperrt sind und alle Veranstaltungen in der Begegnungsstätte Lindenhof abgesagt wurden. Die Stadt Hohenstein-Ernstthal informierte am 15. März, dass die kommunalen Sportstätten sowie das Hot-Badeland bis auf Weiteres geschlossen werden. Geschlossen wurden ebenso das Textil- und Rennsportmuseums, die Stadtbibliothek und die Kleine Galerie. Zudem wurden in der Karl-May-Geburtsstadt zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, darunter das für den 19. April geplante Frühlingsfest. Auch andere Kommunen, wie Burgstädt, Flöha, Hainichen, informierten über Schließungen und Veranstaltungsabsagen. Den Bitten vieler Stadtverwaltungen an die Bürger, die Ämter und Behörden nur in dringenden Fällen aufzusuchen, folgten die Mitteilungen, dass die Rathäuser für den Besucherverkehr geschlossen bleiben.


Schon am Sonntag, 15. März, fielen wegen der Corona-Krise in Sachsens Kirchen Gottesdienste aus. Der Freistaat Sachsen schloss ab 18. März alle Schulen und Kindertagesstätten, hinzu kam das Verbot von Veranstaltungen und die Schließung von öffentlichen und privaten Einrichtungen und Geschäften. Der Allgemeinverfügung des Freistaates vom 18. März, abrufbar unter www.sachsen.de, ist unter anderem zu entnehmen, dass Ausnahmen gelten: für den Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Tank- und Poststellen etc. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärte: „Wir haben uns zu drastischen Maßnahmen durchgerungen, die das öffentliche Leben auf ein Minimum reduzieren werden. Das ist nötig, um die Verbreitung des Virus zu bremsen.“ Eine Nachricht jagt die nächste, weil die Infektionsfälle von Tag zu Tag steigen – auch in der Region. Die Bundesregierung, das Land Sachsen, die Landkreise und viele Kommunen informieren auf ihren Internetseiten ausführlich über Maßnahmen und Weiteres in Sachen Corona-Virus. Mehr zum Thema Corona erfahren Sie nach den Wochensplittern in einer Extraausgabe von „Wir in Sachsen“.