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Donnerstag, 02.07.2020 (26.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
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Sonderausstellung sollte an Heinz Tetzner erinnern

Tetzner-MuseumIrgend jemand hatte, jetzt nicht mehr zu sehen, der Heinz-Tetzner-Büste am Tetzner-Museum in der Gersdorfer Hessenmühle einen Schutz für Mund und Nase angelegt und damit auf den Künstler aufmerksam gemacht, der am 8. März 100 Jahre alt geworden wäre. Eigentlich sollte, anlässlich des Jubiläums, unter dem Titel „Lebensbilder“ jetzt eine Sonderausstellung in der Hessemnühle zu sehen sein, leider kam die Corona-Pandemie dazwischen, weswegen auch das Tetzner-Museum schließen musste. Das haben seit der Eröffnung 2001 schon viele Kunstinteressierte besucht. So mancher begegnete hier dem Gersdorfer Ehrenbürger, der als Kriegsgefangener in Frankreich erste Aquarelle fertigte, nach dem Krieg in Weimar Kunst studierte und die Expressionisten Karl Schmitt-Rottluff und Erich Heckel kennenlernte, die ihn stark prägten. Seit 1954 lebte Heinz Tetzner wieder an seinem Geburtsort Gersdorf und war freischaffend als Grafiker und Maler tätig. 1960 wurde er Dozent an der Fachschule für angewandte Kunst in Schneeberg. Auf unzähligen Ausstellungen wurden Heinz Tetzners Werke gezeigt, mehrmals auch in der Kleinen Galerie in Hohenstein-Ernstthal. Seine Werke befinden sich heute in zahlreichen bekannten Sammlungen unter anderem in Berlin, Dresden, Weimar, Chemnitz und auch in Gersdorf. Hier starb Heinz Tetzner am 20. August 2007