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Donnerstag, 09.07.2020 (27.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
Regionalnachrichten
Storchenberringung in Mittelsachsen

StorchenberringunDie Bilder von den Nestern hoch droben inmitten menschlicher Siedlungen sind alles andere als neu, aber sie entzücken trotzdem immer wieder, aufgrund der Bewohner. Der Storch - ein gern gesehener Nachbar, der, hat er sich über den Dächern des Dorfes oder auch der Stadt niedergelassen, oft und gern beobachtet wird. Einer, der nicht nur beobachtet, sondern den Störchen sehr nahe kommt, ist Kai Schaarschmidt. Ehrenamtlich - heißt unbezahlt - widmet er seine Freizeit den Störchen – im Landkreis Mittelsachsen. Kai Schaarschmidt ist seit 2001 Storchenbetreuer und seit 2011 gehört zu seinen Aufgaben auch die Beringung – für die muss er nicht selten sehr weit in die Höhe steigen, wie hier an dem über 30 Meter hohen Schornstein in Rochlitz – und, auch nicht ganz ohne, am Storchenmast in Penna. Da bekommt mancher schon beim Zuschauen Höhenangst. Wie andere Vögel werden auch Störche nicht beringt, um den Tieren vielleicht mit Ring-Schmuck eine Freude zu machen. Die Ringe werden für Ostdeutschland von der Beringungszentrale Hiddensee ausgegeben. 


Beringt werden die Jungtiere erst, wenn sie groß genug sind. Dieses, ein Nachzügler, ist noch zu klein. Die Eltern sind auf keinen Fall Rabeneltern. In Penna stand Kai Schaarschmidt unter strenger Beobachtung vom Storchen-Vater Heinrich. Nachdem die Beringung der Jungtiere beendet war, wurde sofort nachgezählt. Eins, zwei, drei, vier – alle Jungen noch da. Aber empört schaute Heinrich trotzdem. So einige Menschen interessieren sich nicht nur für die Störche, sondern ebenso für die Arbeit deren Betreuer. So kommt Kai Schaarschmidt mit vielen ins Gespräch. Wie der Zufall es will, manchmal auch mit Menschen, die sich ebenso um Tiere kümmern. Zum Beispiel Igel. Aber das ist ein ganz anderes Thema.