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Donnerstag, 09.07.2020 (27.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht!

Night of LightEs war keine Sonne am blutroten Himmel, sondern eine von zig-tausend Lampen, die am 22. Juni ab 22 Uhr in ganz Deutschland Bauwerke und Denkmale in rotes Licht eintauchen ließen. Es hieß: Night of Light, um auf die Existenzängste der Eventbranche aufmerksam zu machen..  Im Grunde sind die, die hauptberuflich in der Eventbranche tätig sind, wegen den Beschränkungen aufgrund der Coronapandemie, seit Mitte März arbeitslos. Peter Hentschel und Rayk Rottluff von der Unternehmens-Kooperation PR Sound und Light Project nutzten die Fassade des Textil- und Rennsportmuseums, um ein Signal in Richtung Politik zu senden und darauf aufmerksam zu machen, dass die Veranstaltungsbranche in großer Existenznot ist. Nebenberuflich in der Eventbranche tätig sind die, die in Burgstädt das alte Amtsgericht in rotes Licht tauchten. Wenn auch im Nebenerwerb, fiel für so manchen seit März so einiges weg. Zur Eventbranche gehören auch die Kulturhäuser, wie die Stadthalle in Limbach-Oberfrohna, die sich am 22. Juni selbst in rotes Licht tauchte. Seit Mitte März mussten auch hier zahlreiche Veranstaltungen ausfallen. Das, was zurzeit stattfinden darf, ist auch nicht das rettende Ufer, da nur kleine Veranstaltungen mit ca. 100 Personen regelkonform umgesetzt werden können. .Night of Light – ein flammender Appell an die Politik – gewaltig in der Farbe und ringsherum ganz still.  An manchen Orten gab es ein stilles Publikum, wie am Hohenstein-Ernstthaler Textil- und Rennsportmuseum. Der eine oder andere verewigte den Abend für die Geschichtsbücher. Und was wird er für die Zukunft bringen?:...O-Ton… Bleibt zu hoffen, dass dieses Zeichen Gehör findet. Ein Weg aus der Krise sollte schnell gefunden werden – oder wie die Organisatoren von Night of Light es ausdrückten: die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht!