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Freitag, 03.12.2021 (48.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
Regionalnachrichten
Bürgermeister diskutieren über die Ehrenamtlichkeit des Bürgermeisteramtes

ImageDie 2019 neueröffnete Begegnungsstätte Lindenhof in Niederfrohna ist nicht nur ein Ort, der zum Feiern einlädt. Man begegnet sich hier auch, um sich über ernste Themen auszutauschen, so unter anderem am 16. Juli. Bürgermeister aus verschiedenen Kommunen fanden sich ein – ehrenamtlich tätige Bürgermeister. Es ging um die Novelle der neuen Gemeindeordnung für den Freistaat Sachsen. Gefordert wird von ihnen die Wiedereinführung der Hauptamtlichkeit von Bürgermeistern bei mehr als 1000 Einwohnern sowie einen Ehrensold nach Ausscheiden. In der Diskussion - die der in Aue-Bad-Schlema hauptamtlich tätige Bürgermeister Heinrich Kohl leitete, der zugleich Vorsitzender des sächsischen Bürgermeistervereins ist - erklärten die Bürgermeister, warum sie sich für die Hauptamtlichkeit aussprechen. Die Hartmannsdorfer Bürgermeisterin Kerstin Nicolaus und Niederfrohnas Bürgermeister Klaus Kertzscher hatten seinerzeit die Diskussion angeregt und geschafft, dass zumindest die Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Bürgermeister erhöht wurde. Jetzt steht neben der Hauptamtlichkeit noch der Ehrensold zur Debatte. .Über den Ehrensold machten sich Politiker des Sächsischen Landtages Gedanken. Eine ehrenamtliche Bürgermeisterin berichtete, dass sie, wegen des Amtes, ihren Broterwerb viele Jahre nur in Teilzeit ausübte und einen Schock bekam, als sie ihren Rentenbescheid erhielt. In Vollzeit seinen Beruf ausüben und nebenher Bürgermeister sein, das geht eher schlecht.  Wie schwer es ist, Kandidaten zu finden, die ehrenamtlicher Bürgermeister werden wollen, war in den vergangenen Jahren nicht zu übersehen.