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Dienstag, 27.09.2022 (39.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
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Bernd Steinwendners letztes Resümee

Bernd Steinwendner2020 - es war das 1. Coronajahr und seit Mitte März mussten wegen der Corona-Notfallverordnung auch Einrichtungen wie die Kleine Galerie in Hohenstein-Ernstthal für Besucher geschlossen bleiben. Ab 7. Mai 2020 durfte die Galerie wieder öffnen – die Coronabestimmungen einhaltend, fand eine Vernissage im kleinen Kreis statt. „Resümee“ lautete der Titel der Ausstellung mit Werken von Bernd Steinwendner. Der Künstler, 1939 in Chemnitz geboren und in Hausdorf, einem Ortsteil von Frankenberg lebend, nahm sicherheitshalber nicht an der Vernissage teil, weil er, 81jährig, zur Risikogruppe gehörte. Was 2020 niemand ahnte, dass ebenfalls 2022 die Ausstellung in die Zeit passt.. Bernd Steinwendner, der, weil sein Vater ein Wiener war, auch einen österreichischen Pass hatte, absolvierte in Karl-Marx-Stadt bei der Deutschen Werbe- und Anzeigengesellschaft eine Ausbildung zum Grafischen Zeichner, wurde 1967 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler und war seitdem freischaffend als Maler und Grafiker tätig. Die Vernissage 2020 in der Kleinen Galerie verfolgte er am Fernsehbildschirm. Er bedankte sich per Mail für den Beitrag und hoffte, dass wir uns irgendwann einmal persönlich kennenlernen. Dass die Corona-Pandemie sich bis 2022 hinein zieht und die Möglichkeiten gering sein werden, sich kennenzulernen, ahnte damals niemand. Wir hatten 2021 nochmals per Mail Kontakt, weil in der Werk-Schau - in Chemnitz hinterm Nischel - neben vielen anderen Arbeiten von Künstlern aus Sachsen auch Bernd Steinwendner vertreten war. Nun, am 18. Mai, verstarb er 83jährig nach langer Krankheit. Die Ausstellung in der Kleinen Galerie in Hohenstein-Ernstthal 2020 wurde so Bernd Steinwendners letztes Resümee.