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Mittwoch, 01.04.2020 (13.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
Regionalnachrichten
Schornsteinsprengung

Malitex EsseWolkenburg - Am 13. Mai hatte man mit dem Abbruch der Industriebrache Malitex begonnen. 10 Tage später wurden die Abrissarbeiten von einem neugierigen Publikum verfolgt. Ausgerüstet mit Foto- und Videokamera wollten zahlreiche Zuschauer ein Ereignis für die Ewigkeit festhalten – die Sprengung des Industrieschornsteins. Das Umfallen der Esse nach der Zündung der Sprengladung war an und für sich weniger spektakulär. Viel gewaltiger wirkte das, was von dem 45-Meter-Riesen übrig blieb – nämlich ein riesiger Schutthaufen aus Ziegelsteinen. Bis Ende Juni sollen diese alle entsorgt sein. An der Stelle, wo vor über 200 Jahren ein Verarbeitungsbetrieb für Schafwolle und Flachs errichtet wurde, wird eine Grünfläche entstehen.

Bereits 1991 schloss man den Wolkenburger Betrieb, der Ende des 19. Jahrhunderts zur Baumwollweberei umgebaut wurde, im 2. Weltkrieg Rüstungsbetrieb war und zu DDR-Zeiten als Werk 2 des VEB Malitex Hohenstein-Ernstthal Malimo produzierte. Der Abriss der Wolkenburger Industriebrache kostet rund 392.000 Euro. Ein Großteil der Kosten wird über den EU-Fördertopf für die Revitalisierung von Industriebrachen bezahlt, den Rest muss die Stadt Limbach-Oberfrohna als Eigenmittel aufbringen.