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Dienstag, 27.09.2022 (39.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
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Happy-Brook-Festival in Pleißa

Happy-Brook-Festival in PleißaDort, wo sonst in Pleißa das Dorffest stattfindet, war am 3. September Festival. Ein Musikfestival – auf die Beine gestellt von engagierten jungen Menschen. Für die erste Ausgabe des Happy-Brook-Festivals wurden 5 Bands engagiert. Unter anderem war Punkmusik angesagt. Als älterer Mensch muss man sich erst einmal daran gewöhnen, was das Anfang des 21. Jahrhunderts bedeutet. Noch vor 30 Jahren hieß Punk: böse, dreckig und oder gemein. Jetzt sind die Hemden glatt gebügelt und die T-Shirts schneeweiß. Vor der Bühne wird nicht mehr gepogt, sondern mit den Hüften gewippt. Die Punkjugend von heute: voll zahm. Ungewohnt für ein 80iger-Jahre-geprägtes Kind. Vokuhila Maik schuf Abhilfe – in seinem Wohnzimmer Nostalgie pur – mit vielen alten Kassetten. Auf die wurde anno dazumal aus dem Radioprogramm oder von Kassetten der Kumpels Musik - heute nennt man es: raubkopiert. Und früher durfte der DJ auch noch an seinem Arbeitsplatz rauchen. Heute kann man aber dafür im Internet Musik von unbekannten Bands entdecken. Zum Beispiel von „Feale“ - die Band eröffnete das Happy-Brook-Festival – echt schade! Denn so verpasste man sie, wenn man zu spät kam. Coole Indiemucke – und Erleichterung bei dem 80iger-Jahre-geprägten Kind, dass es der Jugend von heute nicht an Phantasie mangelt, noch gute Musik zu machen. Ein Pluspunkt für die Happy-Brook-Macher, dass sie daran dachten, verschiedene Musikgeschmäcker zu bedienen. Bei einem Open-Air-Festival hören nicht nur die mit, die direkt vor Ort sind. Einige Anwohner ließen sich das neue Pleißaer Spektakel nicht entgehen. Das stellten die Tin-Tower-Mitglieder nicht allein auf die Beine. Es gab viele Unterstützer, auch bei regionalen Unternehmen.