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Sonntag, 29.01.2023 (04.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
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Erzgebirge im Bunkerland

Erzgebirge im BunkerlandWenn man, aus dem Erzgebirge stammend, in der Weihnachtszeit in Brandenburg Urlaub macht, kann es passieren, dass man plötzlich vor einem Stück „Haamit“ steht. So in Sperenberg. Mitten im Ortszentrum aufgestellt: ein großer Schwibbogen – vom Motiv angelehnt an dem im Erzgebirge weit verbreiteten Schwarzenberger Schwibbogen. Erzgebirge mitten in Brandenburg. Mit „Glück auf!“ grüßt man sich hier weniger, obwohl der Gruß nicht fremd ist. Immerhin gibt es in Brandenburg noch Braunkohletagebau, wie hier in Jänschwalde. Eine lange Tradition – rund 800 Jahre - hat der Kalksteintagebau in Rüdersdorf. Und in Sperenberg wurde vom 13. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts Gips abgebaut. Als neugieriger Erzgebirger begibt man sich natürlich auf die Bergbaupfade. Von denen ist man von Sperenberg aus ganz schnell auf anderen Wegen. So mancher hat sich da schon verfahren - und nie wieder aus den Wäldern herausgefunden. Unabhängig davon: links und rechts gestreut – Relikte aus vergangenen Zeiten. Mitunter heißt es: „Stopp! Betreten und befahren verboten!“ An anderer Stelle: „Betreten nur auf eigene Gefahr!“ Beginnt man nachzuforschen, was es mit den nicht wenigen ehemaligen militärischen Flächen auf sich hat, landet man früher oder später vor diesem Tor. Auch „Betreten verboten!“ Es sei denn, man löst ein Ticket für einen Aufenthalt hinter dem Zaun. Gebaut wurden in Zossen-Wünsdorf mit viel Beton die Bunkeranlagen Zeppelin,

Maybach 1 und Maybach 2. Während letztere Anlage zersprengt und abgeschlossen hinter Zäunen mit der Natur eins wird, können die zwei anderen von Interessierten besichtigt werden, wenngleich Maybach 1 auch nur noch eine Ruinenlandschaft ist. Ab und an öffnet sich das Tor zur Maybach-Unterwelt,