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Donnerstag, 05.03.2026 (09.KW)
KabelJournal Chemnitzer-Land
Regionalnachrichten
Wilde Weiden sollen im Limbacher Teichgebiet entstehen

Am 26. Januar eröffnete der Tierparkförderverein Limbach-Oberfrohna sein Vortragsjahr 2025. Gleich zu Beginn der Veranstaltung in der Parkschänke gab es Grußworte vom Oberbürgermeister Gerd Härtig. Vor dem Vortrag blickte der Tierparkfördervereins-Vorsitzende Professor Klaus Eulenberger auf Ereignisse im Amerika-Tierpark sowie Vereinsaktivitäten zurück. Er informierte zudem über die Spendenaktion zur Erneuerung des Netzes im Pinguinland. Nachdem das Netz aufgrund der Schneelast im Januar 2019 Schaden nahm und daraufhin geflickt wurde, ist es nun in einem Zustand, der eine Erneuerung erfordert, damit die begehbare ...

Anlage mit zahlreichen Vogelarten weiter eine Attraktion für die Besucher bleibt. Im Anschluss ging es mit den Wilden Weiden weiter. Der Vortragsabend war eine gemeinsame Veranstaltung des Tierparkfördervereins und des NABU Regionalverbandes Erzgebirgsvorland. Mit Edgar Reisinger hatte man einen Referenten, der sich bestens mit den Wilden Weiden auskennt. Es gibt mit Sicherheit den einen oder anderen, der der Meinung ist, Biodiversität ist Kacke. Recht haben sie, denn in den Ausscheidungen fühlen sich nicht wenige Lebewesen wohl. 1000 Insekten zum Beispiel in einem Kothaufen einer Kuh. Davon profitieren Insektenfresser und von denen wieder andere Lebewesen – ein großes Fressen und gefressen werden. Auf einer Fläche mit Intensivbeweidung fehlt es nicht an Kothaufen – das freut vielleicht die Insekten, für die Dung eine riesige Speisekammer ist. Aber viele Kühe bedeuten eine größere Belastung für die Vegetation und die vielen unterschiedlichen Lebewesen, die diese benötigen. Die Wilde Weide soll mit weniger Weidetieren für weniger Belastung sorgen. Edgar Reisinger sprach auch die Parasiten-Prophylaxe an. Parasiten bleiben nicht aus. Bei den Tieren auf der Wilden Weide soll keine Parasiten-Prophylaxe durchgeführt werden. Was viele Vortragsbesucher an dem Abend interessierte, war die Wilde Weide, die im Limbacher Teichgebiet entstehen wird. Vorgesehen sind die Meinsdorfer Wiesen, das Rußdorfer Holz und ein Gebiet an Schimmels Teichen. Andreas Winkler vom NABU Regionalverband Erzgebirgsvorland erläuterte, dass das in eine Wilde Weide umfunktionierte Teichgebiet weiter von Zweibeinern betreten werden darf. Einbezogen in das Wilde-Weide-Projekt werden die Besitzer von Schimmels Teichen, die Stiftung Pro Artenvielfalt. Eingeplant hatte man an dem Abend einen Diskussionsteil – großen Bedarf zum Diskutieren schien es aber nicht zu geben. Zur nächsten Vortragsveranstaltung des Tierparkfördervereins geht es wieder auf einen anderen Kontinent. Jens und Heidi Hering berichten vom Brunnenbau und geheimnisvollen Steinlöchern im Tschad. Am 5. März - 19 Uhr wieder in der Parkschänke Limbach-Oberfrohna.