| Vortragsabend unter dem Titel „Von Cooper bis Karl May“ |
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Der sächsische Schriftsteller Erich Loest war am 13. März zentrale Figur im Hohenstein-Ernstthaler Karl-May-Haus. Henry Kreul, der Vorsitzende vom Geschichtsverein, gestaltete einen Vortragsabend unter dem Titel „Von Cooper bis Karl May. Ein Abend zum 100. Geburtstag von Erich Loest“. Geboren am 24. Februar 1926 in Mittweida, lebte er so ziemlich viel von dem, was man im 20. Jahrhundert erleben konnte. Hitlerjugend, NSDAP-Mitglied, Wehrmacht… Loest war 1947 in die SED eingetreten. 10 Jahre später schloss man ihn aus und 1958 erfolgte die Verurteilung wegen "Staatsverrats" zu sieben Jahren und sechs Monaten Zuchthaus. Loest wurde vorzeitig entlassen. Er widmete sich auch Karl May, darüber berichtet er in seinem Buch „Träumerei eines Grenzgängers“. Im Anschluss folgte das Projekt „Biographischer Roman“. „Swallow, mein wackerer Mustang“ erschien 1980. Ein Jahr später siedelte Loest nach Erteilung eines Visums in die Bundesrepublik über. Nach der Wende kehrte er nach Leipzig zurück. Sein bekanntestes Werk, das er nach 1990 schuf, ist der Roman „Nikolaikirche“. Am 12. September 2013 starb er in Leipzig. Anlässlich seines 90. Geburtstages wurde der Erich-Loest-Preis ins Leben gerufen, der in zweijährlichem Turnus, jeweils am 24. Februar, vergeben wird. |