Annaberg-Buchholz - Wirkungsvolle Werbung für das Adam-Ries-Jahr. Dank der Gebühreneinzugszentrale ist der 450. Todestag des großen Rechenmeisters in aller Munde. Die GEZ hatte nämlich den Herrn Adam Ries in der Johannisgasse 23 in Annaberg-Buchholz als säumigen Zahler ins Visier genommen. Die Leiterin des Adam-Ries-Hauses Annegret Münch zitiert aus einem der Schreiben: „Überschrift: Sind sie schon angemeldeter Rundfunkteilnehmer? Sehr geehrter Herr Ries, halten Sie Rundfunkgeräte bereit, die angemeldet werden müssen.“. „In der Anlage dieses Schreibens befand sich noch ein Formular und in diesem Formular war schon ausgefüllt: Ries, Adam. Wieder unter unserer Adresse. Man sollte das Geburtsdatum ausfüllen, was wir ja gar nicht wissen. Das war schon ein bisschen kurios.“. Annegret Münch und der Sprecher der Stadt Annaberg-Buchholz, Matthias Förster, waren clever. Wenn die GEZ im Jahr des 450. Todestages von Adam Ries eine solche Vorlage gibt, dann muss sie auch genutzt werden. Annegret Münch: „Da ist die Idee geboren worden, man könnte eigentlich eine Interessante Schlagzeile bringen, damit das Interesse beim Leser geweckt wird und schreibt, Gebührenbescheid kam 450 Jahre zu spät. So ist das Ganze gekommen.
Er hatte das in seiner Pressemitteilung eingebaut. Hat das auch an die deutsche Presseagentur geleitet und keine halbe Stunde später klingelten im Rathaus, beim Herrn Förster, sowie mir im Museum die Telefone heiß. Wir haben ein Medieninteresse bekommen, das hätten wir beide nicht erwartet. Das konnten wir nicht vorhersehen und das war dann die nächste Kuriosität. Alle großen deutschen Tageszeitungen schrieben über den Vorfall. Doch auch in vielen anderen Ländern wurde berichtet. Mehrere Fernsehteams kamen vorbei. Und alle machten somit auch Werbung für das Adam-Ries-Jahr, für Annaberg-Buchholz und für das Erzgebirge. Danke GEZ!“.